Das Kreuz mit dem Kraut

Jedes Jahr, spätestens ab Mitte Mai, sind überall an den Ränder von Landstraßen und Autobahnen aber auch in Vorgärten und auch auf Vieh- und Pferdeweiden große, gelbe Pflanzen zu sehen.

In den meisten Fällen handelt es sich dabei um das sogenannte Jakobskreuzkraut.

Diese einheimische Pflanze ist hochgiftig (leberschädigende Pyrrolizidinalkaloide). Auch im Heu, also in getrockneter Form, behält die Pflanze ihr Giftigkeit. In dieser Form wird sie von den Tieren gerne mitgefressen, weil sie durch die Trocknung ihre Bitterstoffe verliert.

 

Die Samen werden vom Wind verteilt, so kann sich die Pflanze schnell von Wegrändern in Heuwiesen und Viehweiden verbreiten.

 

Doch auch für den Menschen kann das Jakoskreuzkraut gefährlich werden: Die Blätter haben große Ähnlichkeit mit denen von Rucola. Zudem sind bereits Rückstande der Pyrrolizidinalkaloide in Kräutertees und Honig festgestellt worden.

 

Die Problematik ist nicht zu unterschätzen! Bereits kleine Dosen schädigen die Leber dauerhaft. Eine schleichende Vergiftung über Jahre ist möglich, da das Gift sich in der Leber anreichert. Ein Gegenmittel gibt es nicht.

 

Das Jakobskreuzkraut ist eine meist zweijährige, krautige Pflanze und erreicht eine Höhe von 30 bis 100 Zentimetern. Im ersten Jahr wird eine Blattrosette aus etwa 20 Zentimeter langen Laubblättern gebildet. Der oft dunkelrote/lila Stängel mit leuchtend gelben Blütenständen entwickelt sich erst im zweiten Jahr.

 

 

 

 

Pflanze in voller Blüte. So ist sie derzeit häufig zu sehen.

(Quelle Christian Fischer, Wikipedia)

Rosette im ersten Jahr

(Quelle Rasbak, Wikipedia)


Eine mechanische Bekämpfung der Pflanzen ist sehr aufwändig, aber möglich.

Die Pflanzen können sowohl ausgerissen als auch ausgestochen werden (immer Handschuhe tragen!) und müssen dann über den Restmüll entsorgt werden. JKK sollte nicht in die Bio-Tonne, da die Pflanzen sich dann weiterversamen können.

 

Das Wichtigste ist aber Aufmerksamkeit. Sprecht die Mitarbeiter der Stadt an, damit die Straßenränder entsprechend gepflegt werden - immer mit Beachtung von Brut- und Setzzeit sowie den Blütestadien anderer Pflanzen, um den Lebensraum für Bienen und andere Insekten zu erhalten.

Aber auch ihr selbst könnt etwas tun. Geht ihr gerne spazieren? Ist euch das gelbe Kraut vielleicht auch schon aufgefalllen? Dann nehmt doch das nächste mal einfach ein paar Handschuhe und eine große Plastiktüte mit und reißt die Pflanzen aus.

Hier seht ihr eine unserer Mähwiesen, bevor wir sämtliches Jakobskreuzkraut von Hand entfernt haben. Zu zweit war es dieses Jahr eine Arbeit von drei Tagen mit einem Ergebnis von drei großen BigPacks mit Pflanzen.

 

 

 

 

Wenn nur jeder einige Pflanzen entfernt und sein eigenes Grundtsück davon befreit, ist sowohl den Landwirten und Tierhaltern, als auch den Imkern geholfen.

Vielen Dank für eure Unterstützung!


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